Aufgrund der demographischen Entwicklung ist die Zahl der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen mit Demenz in den letzten
Jahren kontinuierlich angestiegen und wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Aufgrund der hohen Belastung einer
rund um die Uhr Betreuung verwirrter alter Menschen in der häuslichen Umgebung ist das Vorliegen einer Demenzerkrankung ein
häufiger Grund für den Umzug in ein Pflegeheim. Alternativen dazu stehen bislang kaum zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund haben die Spitzenverbände der Pflegekassen und das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
die Europäische Senioren Akademie im Rahmen eines Modellprojektes zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung gem. § 8 Abs.
3 SGB XI mit dem Aufbau von Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz im Kreis Borken beauftragt.
Die von ambulanten Pflegediensten rund um die Uhr betreuten Wohngemeinschaften bieten Menschen mit Demenz und deren Angehörigen
eine alternative Wohn- und Lebensform. Gemeinsam mit den Bewohnern und Angehörigen wird ein familienähnlicher Alltag gelebt,
der einer persönlichen Lebensform näher kommt, als bekannte Formen der stationären Versorgung.
Im Rahmen des Modellprojektes hat der Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden e. V. das Haus St. Martin für den Aufbau ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz gebaut. Aufgrund des innovativen Bau-
und Wohnkonzeptes konnte der Caritasverband für den Bau Fördergelder akquirieren.
Mittel der Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen für Wohlfahrtspflege in Form der Förderung der Gemeinschaftsflächen
Mittel des Deutschen Hilfswerkes aus Erträgen der ARD-Fernsehlotterie
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